Es ist Frühlingsanfang! Der Winter wehrt sich noch mit Schneeschauern und Nachtfrösten gegen sein kalendarisches Ende.Schneeglöckchen und Krokus konnten an warmen Tagen schon von den Bienen beflogen werden.

 

Die Saalweide, eine für die Frühjahrsentwicklung der Bienenvölker wichtige Trachtpflanze, wurde wegen des regnerischen, kühlen Schauerwetters bislang nur wenig beflogen.Der Schlehdorn schickt sich an geschützten Stellen zur Blüte an.

Den Bienenvölkern in Deutschland geht es derweil nicht gut. Seit Spätsommer des vergangenen Jahres häufen sich Meldungen von massiven Völkerverlusten durch die Varroamilbe. Dieser Parasit wurde von etwa 30 Jahren auch nach Deutschland eingeschleppt und stellt die Imker weiterhin vor große Probleme. Die Gesunderhaltung der Bienenvölker verlangt sehr viel Erfahrung und Einsatz des Imkers.

In unserer Imkerei haben die Bienen den Herbst und Winter verhältnismäßig gut überstanden. Imker Jan-Dirk Bunsen und seine beiden Auszubildenen hoffen auf besseres Wetter nach Ostern, damit die Pflege und Führung der Bienenvölker beginnen kann.

Uns Imkern steht eine arbeitsreiche, aber auch schöne Bienensaison bevor. Wir sind gespannt, wie die Ernte ausfallen wird und freuen uns auf die Wochen im Pfälzer Bergland, im Pfälzer Wasgau, im Schwarzwald und in den Vogesen und vielen anderen landschaftlich reizvollen Regionen.

Jan-Dirk Bunsen

Liebe Honigfreundinnen,liebe Honigfreunde,
noch ist die Bienensaison 2007 nicht zu ihrem Ende gekommen. Dennoch läßt mir ein kleines Arbeits-Tal Zeit für diesen Jahresrundbrief.

Das Ende zuerst – noch steht gut die Hälfte unserer Wirtschaftsvölker in der Tannentracht in den Vogesen im grenznahen Frankreich. Wegen des unbeständigen Wetters wird es wohl keine große Ernte von Tannenhonig geben. Aber auch eine kleinere Menge hilft dauerhaft mit diesem ansonsten immer knappen Honig lieferfähig zu bleiben. Für uns Imker sind die Fahrten über die Grenze in die wilde Berglandschaft immer ein Erlebnis.

Die Frühtracht ist außerordendlich gut ausgefallen. Dafür waren die sommerlichen Temperaturen im April verantwortlich. Wir haben noch nie soviel Raps- und Frühlingsblütenhonig geerntet.
Der Schwarmtrieb der Bienenvölker war im Frühjahr in unserer Imkerei sehr stark ausgeprägt. Wir hatten viel Mühe, die Völker von einer Teilung abzuhalten. Die Lenkung des Schwarmtriebes ist eine sehr qualifizierte Hand-Arbeit, die sich durch kein Gerät erleichtern läßt. Die Bewältigung dieses Engpasses bestimmt letztlich die Anzahl der bewirtschaftbaren Bienenvölker.

Trotz des kühlen Sommers konnten wir viel Lindenblüten- und Sommerblütenhonig ernten. Auffallend ist der hohe Anteil der Linden an dem Sommerblütenhonig dieses Jahres. Diese Baumart liebt feuchte Luft und feuchten Boden und gibt unter diesen Umständen viel Nektar
für die Insekten ab.
Lediglich die Menge an Akazien- und Edelkastanienhonig lag unter dem langjährigen Durchschnitt.
 
Bereits seit der vergangenen Ernte haben wir eine neue Honigsorte eingeführt. Als Blütenzauber – Auslesehonig aus Pfälzer Landschaften bezeichnen wir Honigsorten der Sommertracht, die sich durch ein besonderes Aroma und eine spezielle pflanzliche Herkunft hervortun. Der aktuelle Blütenzauber wurde von den Bienen als Mischung von Akazien- und Waldhonig eingetragen. Er ist zunächst flüssig und von brauner Farbe.

Wir haben seit August Herrn Jonas Grün aus der Eifel als zweiten Auszubildenen eingestellt. Herr Grün wird vorausichtlich für 3 Jahre in unserer Bio-Imkerei lernen und damit an die Tradition seines Großvaters anknüpfen. Angesichts der Tatsache, dass die Imker und die Bienenvölker in Deutschland jährlich um 3% zurückgehen, ist dies zu begrüßen.
Die Auszubildene Frau Ulrike Nickel, die viele schon von den Honiglieferungen oder vom Telefon kennen, wird uns noch ein Jahr begleiten.

Im Frühjahr hatte die Presse ausgiebig über das Bienensterben in den USA berichtet. Wir waren davon zum Glück nicht betroffen. Unter normalen Umständen rechne ich auch nicht mit Verlusten in diesem Ausmaß. Unser Betrieb ist im internationalen Maßstab klein und über-schaubar. Wir können den Bienenvölkern die Pflege zukommen lassen, die sie benötigen.

Trotz Preissteigerungen bei vielen Betriebs-mitteln, beim Personal und vor allem Energie wollen wir die Preise in diesem Jahr noch auf Vorjahresnivau halten. Dies gelingt uns nur durch professionelles Arbeiten und solange uns keine Mißernte widerfährt. Unterstützen Sie uns bitte durch fleißigen Honigverkauf!

Vom 6. Oktober bis 21. Oktober sind unsere Imkerei und der Honigversand wegen Urlaubs geschlossen.

Herzliche Grüße
Jan-Dirk Bunsen

Dr. Klaus Wallner schreibt im Dt. Bienenjournal 5/2007 auf Seite 26 über die Belastung von Bienenwachs aus heimischen Imkereien mit DEET (N.N-Diethyl-m-toluamid) und die Gefahr der Verunreinigung des Honigs. DEET ist ein insektenabschreckender Stoff und wurde bisher offenbar in vielen Imkereien verwendet. DEET ist als Schädlingsbekämpfungsmittel eingestuft.
In 20% der untersuchten Wachsproben wurde DEET gefunden. In 9% der Fälle sogar soviel, dass die Qualität des Honigs beeinträchtigt werden kann.
In Bioland-Imkereien war und ist dieser Abwehrspray von Anfang an verboten. Wir besänftigen die Bienen bei der Bearbeitung der Völker mit Rauch aus Buchenrinde und faserigem Fichtenholz.
Der eigene Wachskreislauf auf der Basis von Naturbau und Entdeckelungswachs schließt aus, dass DEET über den Wachszukauf die Qualität des Bioland-Honigs gefährden könnte.

Dr. Jan-Dirk Bunsen

Der Herr der Bienenvölker

 

Am 13 April 2007 berichtet  DIE RHEINPFALZ über die Imkerei Bunsen folgendes:
Image

Der Winter ist vorüber, die Bienen fliegen bei Temperaturen von 17°C intensiv. Die Bienen sammeln den für sie so wichtigen Blütenstaub und tragen ihn in Form von Pollenhöschen in den Körbchen an den Hinterbeinen in ihren Stock. Der Pollen liefert den Ammenbienen das Eiweiß, welches sie für die Aufzucht der ersten neuen Bienengeneration brauchen.Image

Der milde Winter ließ die Bienenvölker ohne nennenswerte Verluste überwintern. Doch können Regenperioden und Kälteeinbrüche den Bienen noch sehr zusetzen.

In Nordamerika wird derzeit ein Bienensterben von bis zu 70% beklagt. Dort geht man schon von einem Bestäubungsnotstand in den Obstkulturen aus. Die Ursachen sind bisher unbekannt. Die Erklärungsversuche gehen von Gen-Mais mit eingebautem Insektizid über Pflanzenschutzmittel über Bienenkrankheiten.
Solche Winterverluste gab es auch schon in manchen Regionen Deutschlands, in Polen, Spanien oder Frankreich und können immer wieder auftreten.

Im Winter wurde unsere Lagerhalle mit Lärchenholz verkleidet. Nun sind unsere Betriebsmittel besser vor der Witterung geschützt und das Gebäude sieht auch besser aus. Ein Montagetrupp hat dabei Lohn und Arbeit gefunden und ich bin wieder motiviert Honig zu produzieren und zu verkaufen. Image



Seit der Ernte 2006 haben wir eine neue Honigsorte im Programm. Blütenzauber- Auslesehonig aus Pfälzer Landschaften!
Es handel sich dabei um einen Akazienhonig mit Anteilen aus der Waldtracht. Die Bienen haben den Honig so als Mischung auf dem Schloßberg in Otterberg eingetragen.

Seit Januar 2007 verkaufen wir auf dem Wochenmarkt in Kaiserslautern auf dem Stiftsplatz unseren Bioland-Honig. Kommen Sie doch mal vorbei!

Noch ist es relativ ruhig in unsere Imkerei. In zwei Wochen kehren die Mitarbeiter aus der Berufsimkerschule zurück oder finden neue Anstellung bei uns. Ab Mitte April heißt es dann für uns wieder "rennen, rennen, rennen".

J.-D. Bunsen